Der Blaupunktbarsch ("Aequidens" pulcher)
Der Blaupunktbarsch gehört zu den Buntbarschen und stammt aus Mittel- bis Südamerika. Er wird bis zu 20 cm lang, und
sollte als Paar in Becken ab 200L gehalten werden. Er wühlt kaum und zerstört die Pflanzen nicht (vorrausgesetzt sie lassen sie stehen ihm nicht beim Laichem in Weg).
Der Blaupunktbarsch bildet Reviere. Vergesellschaftet werden kann er mit allen Aquarienbewohnern, die nicht "ins Maul
passen"(es sollten natürlich nicht mehr als 1 Pärchen dieser Art in einem Becken gehalten werden, da es sonst zu Revierkämpfen kommt). Nur gegenüber kleinerer Barsche verhält er sich ruppiger, eine
Vergesellschaftung ist aber trotzdem möglich. Er kann in Wasser bis GH 20 (bei mir 14) und einem PH-Wert um 7 (bei mir 7,2) gehalten werden.Die Temperatur sollte zwischen 23 und 25 °C
liegen.
Die Geschlechter können nur anhand der Form der Genitalpapille sicher unterschieden werden, was allerdings auch erst ab der laichfähigen Größe von ca. 7 cm möglich ist. Beim Männchen ist der kurze, spitze Ansatz der Papille sichtbar, beim Weibchen der Stumpfe und größere Ansatz der Legeröhre. Sie gehören zu den friedlicheren Buntbarschen. Alle angebotenen Futtersorten werden angenommen. Auch überbrühter Salat und Erbsen werden, neben der sonst eher auf tierisches Eiweiß ausgerichteten Ernährung, gerne genommen.
Bei Auseinandersetzungen von zwei Männechen kommt es zum Maulzerren unter den Kontrahenten. Ist genügend Platz vorhanden wird der unterlegene aber nur vertrieben und nicht verletzt.
Die Vermehrung ist sehr einfach. Die Tiere Laichen bei guter Fütterung auf einem flachen Stein ab (0ffenbrüter), dabei werden ca. 200 Eier dort vom Weibchen angehäfted, und vom Männchen besamt. Drei Tage lang, bewachen und befächeln Männchen und Weibchen das Gelege. nach dem Schlupf werden die Larven in eine vorher ausgehobene Grube umgebettet, und dort weitere 3 Tage von den Eltern gepflegt. ca. 6 Tage nach dem Ablaichen schwimmen die Jungtiere frei, und werden von abwechselnd einem Elternteil durchs Becken geführt. Nach weiteren 5 Tagen erlischt das Brutpflegeverhalten der Eltern. Es hat sich bewährt, die Kleien dann separat mit Artmeria und zerriebenen Cichlidengranulat aufzuziehen. Im Gegensatz zu den Alttieren nehmen sie keine pflanzlichen Futtermittel. Gegenüber den anderen Bewohner im Becken verhalten sie sich die Alttiere während der Aufzucht ruppiger.
Ich habe beobachtet, dass es scheinbar Tiere mit roten Pigmenten (oranger Saum der Rückenflosse) und welche ohne gibt (weißer Saum der Rückenflosse) bei genauem Hinsehen ist das auch in der Kopfzeichnung erkennbar. Bei meinen Verpaarungen scheint sich die Färbungmit organge gesäumter Rückenflosse dominant zu vererben.
Im allgemeinen sind es wirklich schöne und anspruchslose Barsche, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit unter Aquarianern verdient haben.
Ein wunderschöner Wels. Erst einmal leben sie in meinem 112L Becken. Sie haben sich als ausgezeichneter Algenfresser bewährt (mein Becken war nach 2 Tagen algenfrei). Pflanzen werden nur
ausnahmsweise gefresssen (wenn sonst nichts anderes da ist). Sonst fressen sie Flockenfutter, Gemüse und Futtertabletten. Diese Welse sind revierbildend und recht raubeinig. Im Gegensatz zu vielen
anderen Welsarten, sind sie aber nicht nachtaktiv - und so den ganze Tag zu beobachten. Ich halte sie bei gH 14 und pH 7,2 und einer Temperatur von 19 - 24°C (unbeheiztes Becken). Angebotene Höhlen
werden nicht genutzt. Die Tiere liegen dafür aber gerne in der Strömung oder unter Unterständen.
Bei mir lebt ein Wildguppystamm aus Venezuela. Sie vermehren sich fröhlich, und sind ausgesprochen gesund und wiederstandsfähig. Im Gegensatz zu den Hochzuchtguppys die in Zoofachgeschäften angeboten werden, leben sie viel länger, und nach meiner Meinung auch glücklicher. Sie leben bei gH 14 und pH 7,2. Die Temperatur liegt zwischen 19 und 24°. Sie stellen keinerlei Ansprüche an ihre Pfleger und Fressen bei mir alle angebotenen Futtersorten (Frostfutter, Trockenfutter, Lebendfutter, Gemüse). Die Haltung und Vermehrung ist auch schon in Aquarien ab 45L möglich. Farblich sind sie recht variabel.
Die bunten Männchen (ca. 3 cm) befruchten die unscheinbareren, aber größeren Weibchen (erkennbar am "Trächtigkeitsfleck", und der Afterflosse, die bei den Männchen zum Gonopodium umgebildet ist) nach der kurzen, aber häufigen Balz mit ihrem Gonopodium. Eine Vorratsbesahmung der Weibchen ist möglich. Der Guppy (Poecilia reticculata) gehört zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen und bring nach ca. 4 Wochen 5-30 lebende Junge zur Welt, die auch ohne extra Aufzuchtfutter leicht aufzuziehen sind.
Die Sumatrabarben (Puntius anchisporus)
Bei den Sumatrabarben handelt es sich um einen wirklich sehr lebendigen Schwarmfisch mit frechen und ausgeprägtem Sozialverhalten. Man sollte ihn im Schwarm halten, wobei das nachträgliche Dazusetzen von Tieren allerdings problematisch werden kann. Oft wird dadurch die Rangordnung der Gruppe, die die Tiere normalerweise ständig spielerisch austesten, aus dem Gleichgewicht gebracht und es stellt sich die neue nicht selten erst nach dem Verlust einiger Tiere ein.
Ich halte die Barben bei GH 14 und PH 7,2 seit Jahren vollkommen problemlos. Andere Fische werden bei mir kaum belästigt und schon gar nicht angefressen. Allerdings sind diese Tiere sehr verfressen und neigen zur Fettsucht. jedes gebotene Futter wird gierig genommen. Auch Pflanzen werden nicht beschädigt.
Die Tiere werden ca. 7 cm groß und besitzen eine sehr reizvolle Färbung. Die Geschlechter sind an der Intensität der Rotfärbung im Maulbereich zu unterscheiden, sowie an der Fülligkeit der Weibchen. Die Nachzucht ist mir noch nicht gelungen.
Bei mir funktioniert die Vergesellschaftung mit Buntbarschen, aber auch mit kleineren lebhafteren Fischen sehr gut, auch haben sie die vorübergehend in ihrem Becken untergebrachten Apfelschnecken völlig in Ruhe gelassen.
Alles in allem eine haltenswerte Art, auch wenn sie aufgrund ihres "frechen" Sozialverhaltens nicht für Anfänger geeignet ist. Die nicht zuletzt durch dir sehr schönen Zuchtformen (Moosbarben und verschiedene Albinozuchtformen) besticht.
Die Siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis).
Ich halte 6 von diesen Tieren in einem 600L Becken. Sie zeigen ein ausgeprägtes Schwarmverhalten und sind meist als Gruppe unterwegs. Die Tiere die gut 15 cm lang werden sollten nicht in Becken unter 300L Inhalt gepflegt werden, fressen gerne weiche Algen und Gemüse. Sie sind ausgesprochen friedlich und gehen weder an die Pflanzen, noch wühlen sie. Den Barschen gehen sie aus dem Weg. Bei einem gH um 14 und einen pH um 7 wachsen sie sehr gut. An Futter wird alles genommen. Für kleinere offene Becken sind sie nur bedingt geeignet, da sie sehr gerne springen.
Der Mosaikadenfisch (Trichogaster leerii).
Einer der schönsten und elegantesten Fische überhaupt, bei Wasserwerten mit dem gH um 14, einem pH um 7,2 fühlt er sich in Becken ab 200L (bei mir 240L), paarweise gehalten sehr wohl, er fordert
nur wenig Oberflächenbewegung und eine sehr großzügige Bepflanzung.
Gegenüber anderer Fische verhält er sich friedlich, nur während der Laichzeit wird sein Nest verteidigt. Das Männchen stellt dem Weibchen häufig nach, allerdings nicht in der aggressiven Form
wie sie von anderen Fadenfischen bekannt. Die Geschlechter lassen sich leicht an den prächtigeren und längeren Flossen des Männchens und der roten Färbung seiner Brust während der Laichbereitschaft
unterscheiden.
Gefressen wird alles, bei mir werden die Tiere hauptsächlich mit roten Mückenlarven und verschiedenem Gemüse gefüttert.
Kommt das Männchen in Laichstimmung baut es aus Pflanzenteilen und selbst erzeugten Bläschen ein Nest. Nach dem treiben und umschlingen des Weibchens wird der Laich ins Nest getragen und die
Jungfische bis zum Schlupf bewacht. Nach dem Schlupf werden sie zurück an die Wasseroberfläche getragen und dann noch einige Zeit bewacht.
Diese Tiere können Luftsauerstoff atmen, deswegen darf die Umgebungstemperatur nicht zu stark von der Temperatur des Aquariums abweichen, da die Tiere sonst eine Erkältung davontragen können, sonst
sind die Tiere aber recht hart im nehmen und meiner Meinung nach bei der entsprechenden Beckengröße ein ausgezeichneter Anfängerfisch.
Das Dornauge (Pangio kuhlii).
Ich halte eine Gruppe dieser faszinierenden Schmerlen in meinem 112L Aquarium in hartem, aber leicht saurem Wasser. Auf einem feinkörnigem Bodengrund mit reichlich Mulm, Verstecken und Pflanzen
fühlen sie sich am wohlsten.
Die recht scheuen Tiere sollten unbedingt in einer Gruppe ab 10 Tieren gehalten werden, dann kann man ihr faszinierendes Gruppenverhalten, mit etwas Geduld, auch in kleineren Aquarien in den
Abendstunden beobachten.
Sie sind empfindlich was die Wasserqualität angeht, aber trotzdem gierige Allesfresser
Die Vergesellschaftung mit allen friedlicheren Fischen funktioniert problemlos.
Zum Abstreifen des Laiches werden unbedingt Steinaufbauten benötigt.
Der Sajicabuntbarsch (Cryptoheros sajica).
Seid einigen Jahren pflege ich ein Pärchen dieser mittelamerikanischen Buntbarsche. Sie verhalten sich für einen Buntbarsch ihrer Größe ausgesprochen friedlich und brüten bei mir regelmäßig. Bei
guter Fütterung mit reichhaltigem Lebendfutter Laichen meine Zwei ca. alle 1-2 Monate in einer Kokosnusshöhle, scheinbar wichtig dabei: Der Eingang muss möglichst klein sein, am besten so, dass das
Männchen gerade noch so durch die Öffnung passt. Dieser Unterschlupf wird durch aktives Buddeln in der Höhle und am Höhlenausgang erweitert.
Nach der dabei stattfindenden Balz (Männchen und Weibchen stehen jeweils Kopf an Schwanz nebeneinander und "zittern") legt das Weibchen seibeb Laich an die Höhlendecke, der nach ca. 3 Tagen schlüpft
und dann vorsichtig von den Eltern im Becken herumgeführt wird. Nachts werden die Jungtiere aber immer wieder in die sichere Höhle gebracht.
Die Aufzucht ist einfach und wie bei allen anderen Barschen.
Weibchen und Männchen sind leicht zu unterscheiden: Die männlichen Tiere zeigen auf den unpaarigen Flossen ein rot gepunktetes Muster, dazu sind diese spitz ausgezogen. Die unpaarigen Flossen
der Weibchen dagegen sind gelb mit einer blauen Umrandung. Sie sind nicht spitz zulaufend.
Besonders auffällig an den Tieren sind ihre schönen blauen Augen. Ein wirklicher Blickfang.
Gefressen wird alles, nicht nur Lebend und Frostfutter, sondern auch Algen und Gemüse wird gerne genommen. Die Pflanzen werden vollkommen in Ruhe gelassen, gebuddelt wird wie oben beschrieben nur
während der Laichzeit, und dann auch nur in unmittelbarer Umgebung des Brutplatzes.
Die Tiere machen bei mir den Anschein, als ob ihnen Sandboden besser gefällt.
Das Aquarium für diese Tiere sollte meiner Meinung nach min. 200L fassen.
verschiedene Panzerwelse (Corydoras sp.).
In meinem 600L Becken hausen verschiedene Corydoras. Unteranderem C. julii, C. trilineatus, C.elegans und C. geryi. Fische mit einem wunderbarem Kindchenchema, die immer im Schwarm anzutreffen
sind.Eine Gruppe von 5 Tieren sollte deswegen als Minimum für die Haltung gelten. Die Tiere zählen nicht zu den hellsten, sind aber ausgesprochen agil und durchsuchen ständig den Sand/Mulm mit ihren
Barteln nach fressbarem.
Wie viele Welse sind sie der Darmatmung fähig, können also auch Luftsauerstoff atmen, fällt einem Halter bei seinen Welsen verstärkt solch ein Verhalten auf, sollte er die Wasserqualität dringenst
überprüfen.
Gefressen wird alles, wobei pflanzliche Kost meiner Meinung nach nicht fehlen sollte, mit freischwimmendem Lebendfutter haben sie allerdings etwas Probleme. Wenn man sie (wie ich) mit großen fischen
vergesellschaftet, sollte man aufmerksam füttern, um sicher zu stellen, dass die Kleinen auch genug abbekommen.
Gelaicht wird bei Panzerwelsen in der Regel im Winter, wenn in Amazonien Regenzeit ist. Die laichvollen Weibchen sind dann an ihrem erheblichem Körpervolumen gut von den Männchen zu unterscheiden.
Meist nach einem großzügigem Wasserwechsel mit kaltem Wasser, beginnt das Treiben eines Weibchens durch mehrere Männchen. Bei der Laichablage hält das Weibchen zuerst je 2 Eier zwischen ihren
Brustflossen in aufrechter Haltung, während das Männchen befruchtet. Unmittelbar danach werden die Eier auf einer glatten, bevorzugt senkrechten Fläche in Bodennähe angeheftet (Aquarienscheibe,
Pflanzen, Deko).
Zur Aufzucht entfernt man sie vorsichtig und gibt den Laich in einen "Ablaichkasten" mit Abdeckung und posizoniert ihn so, dass er gut durchlüftet wird. Nach 2-3 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die
sich leicht mit feinem Trockenfutter und Einzellern aufziehen lassen.
Der Wabenschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps).
Der Wabenschilderwels ist wohl der beliebteste Wels fürgroße Aquarien (ab 400L Beckenvolumen), und das,obwohl noch nie Nachzuchten in Gefangenschaft gezogen wurde.
In der Natur ist er großräumig in Südamerika verbreitet. Wo er sich vorranig von Holz und Algen ernährt. Auch in Gefangenschaft benötigt er viel Holz zum abraspeln und reichlich Algen (zB.
Sushialgen) als Futter, gelegentlich verschmäht er aber tierische Nahrung auch nicht (Frostfutter, Mückenlarven).
Da er trotz seiner Größe bevorzugt versteckt lebt braucht er einige geräumige Höhlen und Verstecke. Was die Wasserwerte angeht ist er anspruchslos, genauso wie die Beschaffenheit des Bodengrundes und
den Beibesatz. Pflanzen beschädigt er nicht.
Äußerlich besonders auffallend ist seine wunderschöne, segelartige Rückenflosse und das feine Netz aus Waben, dass ihn komplett überzieth.
Theoretisch sind die Tiere einzelgänger, bei mir stören sie sich aber kaum an der Gesellschaft eines Artgenossen.