Nützliches für Aquarien aus der Natur:
- Erlenzapfen:
Erlenzapfen beinhalten sowohl Huminsäure
als auch Tannin. Ersteres säuert das Wasser leicht an, kann also benutzt werden um den pH-Wert zu senken. Tannin wirkt auf Pilze und Bakterien hemmend, unterstützt also die Heilung als auch die
Vorbeugung von Krankheiten, Schimmel und Laichverpilzung im Aquarium. Dazu sehen die Zapfen im Aquarium dekorativ aus.
Im Herbst gesammelt (natürlich nicht von Erlen die in vielbefahrenden Gebieten stehen),kurz überbrüht und dann getrocknet können die Zapfen gelagert werden. Sollen sie im Aquarium zum Einsatz kommen
gibt man einen Zapfen auf 10L Aquarienwasser - Fertig =). Je nachWasserhärte kann die pH-Wertsenkung stärker oder schwächer ausfallen.
Ihr habt keine Erle in eurer Nähe? Dann schreibt mir einfach, gegen Porto und Verpackung sende ich euch gerne eine Portion zu.
- Brennnesseln:
Im Garten gesammelt, dann eingefroren oder getrocknet eigen sie sich hervorragend als Futter für Garnelen und Welse.
- Laub:
Frisches oder Falllaub im Herbst (besonders Eichen und Buchenlaub) eignet sich hervorragend zur Dekoration in Aquarien. Gesammelt, dann kurz überbrüht oder eingefrohren (bei frischem Laub) und später
ins Aquarium gegeben, zerfällt es dort und ist für Wirbellose ein willkommendes Futter.
Eichenlaub hat dazu noch den Vorteil, dass es genau wie Erlenzapfen Huminsäure enthält und somit den pH leicht senkt.
Auch Haselnusslaub und Brommberlaub eignet sich gut.
- Zweige der Korkenzieherhaselnuss:
Die Äste eigen sich hervorragend zum gestalten im Aquarium, im Herbst geschnittene Äste kurz überbrühen, Fruchtstände entfernen und dann wie anderes Holz ins Aquarium geben. Sieht super
dekorativ aus. So wächst der Zweig im Aquarium auch noch weiter und bringt bei offenen Aquarien Blätter/Blüten usw.
Wer das nicht möchte oder ein geschlossenes Aquarium besitzt kann die Zweige entweder durchtrocknen lassen, oder auf relativ kleiner Hitze (80°C) für eine halbe stunde in den Ofen geben. Danach
müssen sich die Äste im Aquarium allerdings erst wieder vollsaugen bevor sie untergehen und nicht mehr schwimmen.
Nützliches für Aquarien aus dem Haushalt:
- Eigenbau einer BioCO2-Anlage:
Bei Becken bis ca. 150 L eine 1,5 L Flasche (Plastik) nehmen, 200 g klaren Zucker und 1 Gramm Trockenhefe / 3,5 Gramm Frischhefe zugeben. Das ganze mit 1 L lauwarmen
Wasser aufgießen. In den Deckel der Flasche ein Loch bohren und einen Aquariumschlauch durchstecken, so dass das eine Schlauchende ca. 6 cm vom Wasser-Pegel entfernt ist (kann Schaum entstehen). Den
Schlauch mit Aquariumsilikon abdichten, dass kein CO2 entweichen kann. Das andere Schlauchende an einen Ausströmer (Lindenholz z.B.) oder einen Flipper anschließen. Nach ein paar Stunden müssten die
ersten Bläschen zu sehen sein. Wenn die Bläschenbildung nach ein paar Wochen aufhört, einfach von vorne machen.
Für andere Aquarien Größen kann die Menge Hefe/Zucker umgerechnet werden.
- Knoblauch:
Als natürliches Antibiotikum kann Knoblauch im Aquarium bei Krankheiten eingesetzt werden. Dazu wird einfach eine Knoblauchzehe pro 100L Aquarienwasser im Aquarium zerdrückt. Störend ist nur etwas der starke Geruch, der sich mit ein paar Wasserwechseln aber wieder beheben lässt.
- Salz:
Salzzugabe (Jod- und Flour-frei) haben zB. Lebendgebärende sehr gerne (bei anderen Fischen vorsichtig sein) - aber auch zur Behandlung von Krankheiten kann Salz sehr nützlich sein, Fische mit Pilzen, Wucherungen oder anderen Hautkrankheiten bekommen (je nach Empfindlichkeit des Fisches) Bäder in 2-5% iger Salzlösung alle ein bis zwei Tage a 10-20 Min.verordnet. Die genaue Dosis orientiert sich hierbei an der Art und stärke der Erkrankung des Fisches. Generell sensiblere Arten nur kurz und weniger konzentriert baden.
- Tontöpfe und ihre Scherben:
Unbehandelte Tontöpfe und ihre Scherben eignen sich hervorragend zur Dekoration in Aquarien und zum Bau von Höhlen und Verstecken, zB. für Welse oder Dornnaugen. Dazu bieten sie Filterbakterien eine gute Lebensgrundlage.
- Obst und Gemüse:
Die meisten Obst und Gemüsesorten sind wichtige Futtermittel für unsere Aquarienbewohner, zB. Spinat, überbrühter Salat, Paprika, Gurke, tk Erbsen, Möhrchen aus dem Glas, Mais, Sushialgen usw....
- Blaukorn:
Einige Kügelchen Blaukorndünger mit Ton ummanteln und kleine Bälle bilden. Diese Kugeln dann trocknen lassen: Fertig sind optimale Düngekugeln für den Aquarienboden.
- Essig:
Muss ein Aquarium neu eingerichtet werden benutzt man am besten Essig zum reinigen und entfernen von Algen und Kalkresten an der Glasscheibe. Spült man danach nocheinmal mit Wasser nach, muss man keine Angst vor schädigenden Rückständen haben.