Apfelschnecken (Pomacea briggesii)
Die Pflege von Apfelschnecken ist nicht schwer, bei etwas härterem Wasser, Temperaturen zwischen 20 und 27°C und täglicher Fütterung mit Gemüse sind sie dankbare Pfleglinge., die sich
auch leicht vermehren lassen.
Für eine Apfelschnecke im Aquarium rechnet man ca. 15L mit friedlichen Fischen und anderen Wirbellosen sind sie problemlos zu vergesellschaften.
Es gibt sie in vielen verschiedenen Farbvarianten, zB. rosa, lila, blau, gelb, weiß, braun und allen hybriden daraus Apfelschnecken sind zweigeschlechtlich.
Im Gegensatz zu den anderen Apfelschneckenarten geht diese Art nicht an die Pflanzen und ist aufgrund ihrer Endgröße von der Größe eines Tischtennisballs sind sie auch zum Verzehr geeignet.
Apfelschnecken atmen Lufsauerstoff, zum atmen bewegen sie sich ich also in die Nähe der Wasseroberfläche und strecken ihr Atemrohr aus dem Wasser heraus um um sich voll zu pumpen. Eine Schnecke, die
gerade luftgeholt hat ist manchmal so voller Luft, dass sie nicht mehr untergeht und eine Zeitlang an der Oberfläche treiben muss bevor sie wieder auf Nahrungssuche gehen kann.
Bei optimalen Bedingungen sind die Schnecken eigentlich ständig im Aquarium unterwegs und interessante Pfleglinge.
Die Vermehrung ist leicht. Nach der Paarung legt das Weibchen über der Wasseroberfläche eine Traube von Eiern, die bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und Temperatur schlüpfen und dann ins Wasser
fallen. Je nach der Haltungstemperatur werden sie 1-4 Jahre alt.
Red-Fire Zwerggarnele (Neocaridina heteropoda var. red)
Schon in kleinen Artbecken kann man diese anspruchslose Garnele in Gruppen ab 10 Tieren pflegen. Sie erwarten von ihrem Pfleger, neben der selbstverständlichen
Beckenpflege nur reichlich Gemüse/Mulm/Fischfutter, viele Pflanzen und Verstecke, einen nicht zu starken Filter und eine gewisse Wasserhärte - dann sind sie auch mit dem kleinsten Becken zufrieden
und vermehren sich problemlos.
Bei einer Beckentemperatur von 19-25°C werden die Weibchen, die stärker rot gefärbt sind, um die 2,5 cm lang. Männchen, die manchmal einen bläulichen Stich zeigen, ca. 2 cm groß.
Erwachsene Weibchen bilden im Nackenbereich gut erkennbar, einen Laichansatz, der bei der nächsten Häutung vom Männchen befruchtet wird und dann unter dem Schwanz herum getragen und befächelt
wird.
Nach dem Schlupf werden fertige Jungtiere entlassen.
verschiedene Turmdeckelschneckenarten.
Die Lebendgebärenden Turmdeckelschnecken übernehmen im Aquarium die Aufgabe des Räumnungspersonals, sie beseitigen tote Pflanzenteile und Mulm und halten den Bodengrund locker, in
dem sie sich tagsüber eingraben. Bei nicht zu weichem Wasser und in Becken mit nicht zu großen Fischen das ideale Bodenpersonal.
Phosthornschnecken (Planorbella sp.).
Leicht zu haltende Schnecke, die es in vielen Farbvarianten gibt. Häufig wird diese Art mit Pflanzen unbeabsichtigt ins Aquarium "eingeschleppt". Wer dann aber
etwas mut aufbringt um die leider allgemein verbreitete Negativierung von Schnecken im Aquarium zu überwinden wird an ihnen einen dankbar wachsenen Pflegling in tollen Farben haben. Der praktisch
keine Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit und Beckengröße stellt.
Die Marmorgarnele (Neocaridina palmata).
Haltung, Fütterung, Geschlechtsunterschiede und Aufzucht wie bei den Red Fire. Die Tiere zeigen eine sehr variable Zeichnung, von rot über grün bis braun ist alles dabei. Die meisten Tiere sind aber
hell mit einer unregelmäßigen Musterung. Einige tragen einen Rückenstrich. Die Eier sind durch ihre grüne Färbung gut zu erkennen.
Die Indische Streifengarnele (Cardina babaulti var. striped).
In meinem 60L Aquarium pflege ich eine Gruppe dieser Tiere zusammen mit Galaxybärblingen. Gefressen wird bevorzugt sehr feines Garnelenfutter (aufzuchtfutter) von Dennerle.
Die Tiere halten sich bei mir bevorzugt auf oder unter dem dunklem Laub auf und klettern gerne auf der Aquarienscheibe herum. Bis jetzt wachsen sie recht schnell und einige Weibchen gehen schon
leicht ins bräunliche.
Bei Jungtieren und Männchen sind die hellen Streifen transparent, bei Weibchen und älteren Männchen bilden sich im bereich des Rückenstriches und an den hellen Streifen weiße Pigmente aus, die einen
herrlichen Kontrast zu den breiten braunen oder schwarzen Streifen bilden, die die gesamte Seitenpartie überziehen.
Sie gehören zur Art Cardina babaulti und sollten deswegen nicht gemeinsam mit anderen Farbvarianten dieser Art (zB. der gründen Garnele) gemeinsam gepflegt werden, wenn man die Reinheit beider
Zuchtvarianten erhalten/keine unscheinbaren Tiere erhalten möchte.
Die Nachzucht stellt sich bei guter Wasserpflege recht schnell ein. Allerdings sind die Jungtiere wirklich klein im vergleich zu anderen Zwerggarnelenarten. Wachsen dann ( trotz der Vergesellschaftung mit den Galaxibärblingen) aber problemlos auf.
Amanogarnele (Caridina multidentata).
Der Klassiker unter den Garnelen im Süßwasseraquarium. Sie fühlt sich schon in leinen Aquarien wohl und wird bis zu 10cm groß und bis zu 7 Jahre alt. Sie möchte in Gruppen ab 10
Tieren gehalten werden und ist aufgrund ihrere Größe gut mit friedlichen Fischen zu vergesellschaften. Sie bevorzugen nicht zu weiches Wasser.
Auch in Süßwasseraquarien tragen die Weibchen häufige ein Laichpacket mit sich. Die Entwicklung und Aufzucht der Jungtiere kann allerdings nur im Salz-/bzw. Brackwasser erfolgen. Die Tiere ernähren
sich von Kleinstlebewesen, Mulm und div. Gemüse.
Wie alle Zwerggarnelen bevorzugen sie gut bepflanzte Becken. Auf Wasserzusätze reagieren sie ausgesprochen sensibel (besonder Kupferionen), bei der Düngung und Gabe von Medikamenten im Aquarium ist
also unbedingt auf die Zusammensetzung zu achten.
Die Black&White Bee/Bienengarnelen (Cardinia ct. cantonensis "Black/White").
Meine B&W Bee (bis Grad S/K6) leben bei mir im 112L Aquarium. In der Pflege unterscheiden sie sich von anderen Zwerggarnelen nicht. Die B&W Bee ist genau wie die R&W Bee eine
Zwerggarnelenvariante, die aus den Bienengarnelen über die Zuchtform Crystal Red entstanden ist. In sorgfältiger Zuchtauswahl haben die Japanischen Züchter den Weißanteil dieser Farbvarianten
stätig intensiviert und erhöht, wodurch diese schönen Tiere entstanden sind. Je nach Weißanteil und Zeichnung werden die Tiere verschiedenen Qualitätstandarts zugeordnet.
Diese Garnelenart, bei denen die Weibchen bis zu 3,5 cm groß werden fühlt sich bei den meisten WW wohl und liebt verkrautete Aquarien. Sie gehört dem spezialisiertem Fortpflanzungstyp an (siehe Red
Fire). Die Männchen sind genauso kontrastreich gezeichnet wie die Weibchen. Auch bei den Jungtieren ist die Färbung sofort nach dem Schlupf zu erkennen.
Das Futter gleicht den anderen Zwerggarnelen: organische Stoffe, vom Fischfutter über Kleinstlebewesen bis hin zum Gemüse wird alles gierig verspeist.
Die Blaue Tigergarnele (Caridina cf. cantonensis sp. "blue Tiger").
Meine blauen Tiger leben bei mir im 12L Aquarium. Ihre Haltungsansprüche sind identisch mit denen der B&W Bees, allerdings erscheinen sie mir immer etwas aktiver und
wusseliger. Umsetzen und Wasserveränderungen verkraften sie nach meiner Erfahrung leichter als Bienen und vermehren sich bei mir bei häufigen Wasserwechseln auch leichter. Auch die Jungtiere
die aus den braunen Eiern voll entwickelt schlüpfen die die Weibchen unter ihrem Schwanz tragen wachsen gut bei Fütterung mit dem Futter von Dennerle. Die bläuliche Färbung scheint mir leicht
Stimmungsabhänig zu sein (vergleiche Bild 1 und 3) .
Die Weiße Pearlgarnele (Neocaridina cf. zhanghjiajiensis var. White).
Wie die Red Fire eine leicht zu pflegene Art.In ihrem hell weißem und sehr elegantem Erscheinungsbild eine wunderbare Garnele. Wasserwerte sind für sie zweitranig, was das Futter angeht ist sie genügsam und lässt sich problemlos vermehren wenn man ihr eine ausreichend gute Wasserqualität/Sauerstoffversorgung bietet. Eine tolle Art/Zuchtform die ich jedem, Anfänger wie altem Hasen ans Herz legen kann.